Du kennst das: Der Flug war lang, das Wetter hat nicht mitgespielt, und plötzlich wird es eng mit der Zeit vor Sonnenuntergang. Ohne Nachtflugberechtigung bleibt Dir nur eine Option: landen, bevor es dunkel wird. Das schränkt nicht nur Deine Flexibilität ein, sondern erzeugt im Cockpit genau den Druck, den Du dort am wenigsten gebrauchen kannst. Mit der Nachtflugberechtigung (Night Flying Qualification, NFQ) erweiterst Du Deine PPL(H) um eine Kompetenz, die Dir als Helikopterpilot echte Freiheit in der Flugplanung gibt.
Wer schon einmal im Helikopter über eine beleuchtete Landschaft geflogen ist, vergisst diesen Moment nicht. Straßen werden zu leuchtenden Bändern, Ortschaften zu Lichterinseln. Aber die NFQ ist mehr als ein Erlebnis. Sie hat einen ganz praktischen Nutzen.
Gerade in den Wintermonaten, wenn die Tage kurz sind, schränkt fehlende Nachtflugberechtigung Deinen Aktionsradius erheblich ein. Zwischen November und Februar wird es in Deutschland bereits gegen 16 oder 17 Uhr dunkel. Ohne NFQ bedeutet das: Du musst Deine Flüge so planen, dass Du rechtzeitig zurück bist. Mit der Berechtigung fällt dieser Zeitdruck weg. Du landest, wenn es passt.
Dazu kommt: Die Nachtflugberechtigung ist eine der Voraussetzungen für die Berufspilotenlizenz CPL(H). Wer den Schritt vom Privatpiloten zum Berufspiloten plant, braucht sie ohnehin. Aber auch ohne CPL-Ambitionen ist die NFQ eine der sinnvollsten Zusatzqualifikationen, die Du als Helikopterpilot erwerben kannst.
Bevor Du mit der Weiterbildung starten kannst, musst Du einige Mindestanforderungen erfüllen. Das sind die Voraussetzungen gemäß EU-VO 1178/2011:
Wenn Du diese Erfahrungswerte mitbringst, kannst Du die Nachtflugberechtigung jederzeit in Angriff nehmen. Und falls Du Dir unsicher bist, ob Du die Voraussetzungen bereits erfüllst: Ruf uns an. In einem kurzen Gespräch klären wir das gemeinsam.
Die Ausbildung zur Nachtflugberechtigung gliedert sich in einen theoretischen und einen praktischen Teil. Nach Beginn hast Du sechs Monate Zeit, die Weiterbildung abzuschließen. Einen festen Starttermin gibt es bei kayfly nicht. Du beginnst, wenn es für Dich passt.
In 5 Stunden Theorieunterricht bereiten wir Dich auf die Besonderheiten des Fliegens bei Nacht vor. Dazu gehören unter anderem:
Die praktische Ausbildung umfasst insgesamt 15 Flugstunden auf dem Hubschrauber:
Bei kayfly trainierst Du auf unseren Bell-Hubschraubern am Flughafen Siegerland. Wie in der gesamten Ausbildung bei uns gilt auch hier: 1:1-Training. Du fliegst mit Deinem Fluglehrer, nicht in der Gruppe. So können wir individuell auf Dein Tempo und Deinen Erfahrungsstand eingehen.
Egal, welcher dieser Punkte auf Dich zutrifft: Die Nachtflugberechtigung macht Dich als Pilot vielseitiger und souveräner.
Du willst Deine Nachtflugberechtigung bei kayfly machen? Dann ist der erste Schritt ein persönliches Gespräch mit uns. Wir prüfen gemeinsam Deine Voraussetzungen, klären offene Fragen und besprechen den zeitlichen Ablauf. Dieses Eignungsgespräch ist kostenlos und unverbindlich.
Die Weiterbildung umfasst 5 Stunden Theorie, 10 Stunden Instrumentenausbildung und 5 Flugstunden bei Nacht. Nach Beginn hast Du sechs Monate Zeit, die Ausbildung abzuschließen. Die konkrete Dauer hängt davon ab, wie regelmäßig Du trainierst.
Ja. Die Nachtflugberechtigung ist eine der Voraussetzungen für den Erwerb der Berufspilotenlizenz CPL(H). Wenn Du eine berufliche Karriere als Hubschrauberpilot planst, führt kein Weg daran vorbei.
Bei kayfly gibt es keinen festen Kurstermin. Du sprichst den Start individuell mit uns ab. So lässt sich die Weiterbildung gut in Deinen Alltag integrieren.
Du brauchst eine gültige Hubschrauberlizenz (PPL(H) oder höher), mindestens 100 Flugstunden nach Lizenzerwerb, davon 60 als PIC und 20 als Überlandflug.
Die Ausbildung findet auf den Bell-Hubschraubern von kayfly statt, am Flughafen Siegerland in Burbach (NRW).
Ja. Die Nachtflugberechtigung wird nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung und einem Prüfungsflug in Deine Lizenz eingetragen. Zusätzlich benötigst Du eine gültige Zuverlässigkeitsüberprüfung (ZÜP).